Wie das hier entsteht

Ich werde manchmal gefragt, wie ich denn zu den Artikeln die ich hier veröffentliche, komme. Nahezu jeder Text (mit Ausnahme jener die gekennzeichnet sind) ist ja generisch und hält jeder universitären Plagiatsprüfung stand.

Wie

Wie das hier entsteht

Ich werde manchmal gefragt, wie ich denn zu den Artikeln die ich hier veröffentliche, komme. Nahezu jeder Text (mit Ausnahme jener die gekennzeichnet sind) ist ja generisch und hält jeder universitären Plagiatsprüfung stand.

Die verhältnismäßig große Menge an Text lässt sich leicht erklären – ich schreibe ja nicht mehr sondern diktiere direkt in die Maschine. Dies nennt sich in der Fachsprache speech-to-text. Damit wird die Produktivität um ca 30 bis 50% besser, speziell jetzt wo die Google Engine auch offline verfügbar ist.

Als Randbemerkung dazu: ich habe bemerkt, dass ich anders schreibe als ich spreche. Das heißt manche Texte kommen mir dann beim Lesen komisch vor und ich hätte sie vermutlich anders geschrieben als ich sie gesprochen habe. Grundsätzlich gilt, dass das Gesprochene meist ausführlicher und blumiger ist als das Geschriebene. Damit erklärt sich auch der relativ geringe Produktivitätsgewinn – ich bessere im Nachhinein nahezu jeden Satz aus.

Wenn ich mit deinem neuen Artikel beginne dann führe ich zuerst ein paar Routinedinge durch, das heißt ich erstelle in WordPress einen neuen Artikel, ich füge Überschrift und Fußzeilen hinzu und suche dann ein Bild das dann sowohl in der Artikelübersicht als auch im Artikel selbst erscheint. Im Anschluss öffne ich sowohl die deutsche als auch die englische Version von Business Central und mache die notwendigen Screenshots von der deutschen Version. Diese Bilder können sich dann im Laufe des Schreibens noch ändern da ich manchmal Detailansichten benötige oder, speziell wenn es um Beispiele geht, diese erst (manchmal mehrfach) anlegen muss.

BC deutsch - englisch

Im nächsten Schritt füge ich die Screenshots (bereits logisch gegliedert) ein und schreibe / kopiere dann die Registerüberschriften sowie die einzelnen Punkte die ich erklären möchte. Meistens sind das Felder oder Spalten, Parameter bei Einstellungen oder ganze Abläufe.

Die eigentliche Arbeit beginnt aber erst jetzt. Ich sehe mir für jeden einzelnen Punkt die deutsche Erklärung an (die Onlinehilfe existiert ja bereits) und vergleiche sie dann mit der englischen Version. Vielfach tun sich hier bereits Abgründe auf weil die deutsche Übersetzung auch nach 30 Jahren teilweise so schlecht ist, dass es bis zur Unverständlichkeit geht. Leider haben sich aber viele Begriffe so in die Gehirne eingefressen („Buch.Blatt“), dass man sie auch in einem Handbuch oder hier auf dieser Seite verwenden muss. Einerseits weil „Wissende“ sich anders nicht mehr auskennen würden und andererseits weil man natürlich jene Begriffe erklären muss, die auch im Programm verwendet werden, ganz egal wie falsch sie sind. Abgesehen davon will man natürlich auch von der Google Suche gefunden werden.

Bei guten Erklärungen kopiere ich diese eins zu eins, bei allen anderen (und das ist leider die Mehrzahl) versuche ich dann in eigenen Worten das Thema oder den Punkt auszuführen. Dabei wechsle ich in Business Central immer wieder von Deutsch auf Englisch und wieder zurück da ich davon ausgehe, dass die Urversion, also die englische, die richtige ist.

Etwas komplizierter wird es, wenn ich Abläufe erklären muss. Dies macht zwangsläufig nur Sinn, wenn es auch Beispiele gibt und diese müssen zuerst angelegt und getestet werden. Da kommt es dann zu Situationen dass das System partout nicht das richtige Ergebnis liefert (richtig meint das erwartete) und ich dann über einer einzigen Zeile oder einem einzigen Punkt drei oder vier Stunden sitze. Nur um am Schluss drauf zu kommen, dass das Problem an mir und nicht am System lag. Oder es sind eben sehr komplexe Abläufe mit mehreren Varianten und Verzweigungen, da kann so etwas dann schon zwei oder drei Tage dauern. Da kann es dann auch vorkommen, dass ich selbst Grafiken erstelle oder mir passende suche und diese dann entsprechend anpasse.

Bei komplexeren Dingen lese ich mir dann auch noch die entsprechenden Hilfeseiten durch wobei dies meist in Englisch passiert da die deutsche Hilfe zum Großteil maschinell übersetzt ist und oft Ergebnisse liefert die nicht wirklich verständlich sind (obwohl es langsam besser wird). Bei Dingen die ich absolut nicht verstehe muss ich dann zusätzlich noch im Web suchen, zumeist helfen hier dann diverse Foren und vor allem (skandinavische) Blogs die teilweise wirklich exzellent sind.

inventory setup

Wenn das ganze dann halbwegs verständlich klingt bessere ich noch die Rechtschreibfehler aus, füge Schlagwörter hinzu, mache die notwendigen SEO Adaptierungen und prüfe nochmals das Format. Und dann kommt der „Veröffentlichen“ Knopf.

Bei späteren Artikeln komme ich dann immer wieder auf bereits Geschriebenes zurück da ich einerseits natürlich Links verwende und andererseits auch neue Dinge lerne die ich dann in alte Artikel einbaue. Vor der Veröffentlichung in sozialen Medien prüfe ich den Text dann noch einmal auf Fehler was aber nicht immer Blödheiten verhindert. Leider.

Wie viel ich am Tag schaffe ist ganz unterschiedlich aber ich gehe von 500 bis maximal 2000 Worten am Tag aus – bei komplexen Artikeln mit vielen Bildern oder Beispielen kann es auch weniger sein, da sind es dann vielleicht 1000 Worte in drei Tagen. Ein Artikel sowie dieser hier dauert hingegen bis zur Veröffentlichung nur rund zwei Stunden, da musste ich allerdings nicht viel nachdenken sondern habe ganz einfach drauf los geschrieben bzw. gesprochen und dann nur mehr Kleinigkeiten verändert.


Disclaimer: Wir wissen viel aber nicht alles und Fehler können passieren. Wenn Sie daher einen solchen finden – schreiben Sie uns bitte.