Was ist businesscentral.help?

Was ist businesscentral.help?

Vergleichen Sie businesscentral.help mit einer freien Werkstätte die sich auf die Wartung und Reparatur einer Marke spezialisiert hat, aber die keine Autos verkauft. Dies ist heute ein durchaus gewohntes Bild und wird mittlerweile in der Bevölkerung auch gerne akzeptiert und entsprechend honoriert.

Dies war nicht immer so. Freie Werkstätten waren dubios, in Hinterhöfen angesiedelt, haben gebrauchte statt neuer Teile eingebaut und waren untrennbar mit dem österreichischen Wort “Pfuscher” verbunden. Oder wurden zumindest als solche empfunden.

Hinterhof Pfuscher

Als freie Produktspezialisten in der kommerziellen Softwarewirtschaft sind wir heute dort, wo diese Autowerkstätten vor 20 Jahren waren. Man wird als Pfuscher wahrgenommen und die Wahrheit und das Licht finden sich nur bei offiziellen-lizenzierten-autorisierten, Gold-, Silber- und Platinpartnern des jeweiligen Herstellers. Dabei wird (noch) akzeptiert, dass das versprochene Licht Geld und Federn kostet, weil man als Kunde oft ausgenommen wird wie die viel zitierte Weihnachtsgans, manchmal ohne erkennbare Gegenleistung.

Unsere ursprüngliche Idee war, das Konzept des freien Spezialistentums, das im Bereich Open Source sehr gut funktioniert hat, auf kommerzielle Software zu übertragen. Zur traurigen Schlussfolgerung siehe einen Absatz weiter oben.

Wir gehen daher einen Schritt zurück und starten mit schlichter Wissensvermittlung. Zugänglich für alle und bei nicht kommerzieller Nutzung auch absolut kostenfrei. Sie können als Anwender, als Consultant oder in jeder anderen Funktion bei uns nach Inhalten suchen und die daraus (hoffentlich) gewonnenen Erkenntnisse an- oder verwenden. Das Angebot wächst langsam, aber stetig und wir schätzen, dass wir mit Ende des Jahres rund 2.000 Seiten verfügbar haben werden.  

Erleichtert wird dieser Ansatz natürlich auch durch die (mittlerweile wieder vorhandene) Dokumentation von Microsoft. Die ist leider nicht nur schlecht übersetzt, sondern in ihrer Struktur auch sehr schwer zu durchblicken. Als Anwender muss man schon sehr genau wissen (auch begrifflich), wonach man sucht und selbst wenn man etwas findet, ist das Ergebnis oft verwirrend und in sich nicht schlüssig. Als kleines Beispiel seien hier nur die Begriffe Kunde, Set-Artikel und Bestellvorschlag erwähnt. In der aktuellen Dokumentation gibt es nämlich keinen der drei.

Für kommerzielle Entitäten, egal ob Endkunde oder Implementationspartner, bieten wir die Möglichkeit, unsere Texte als eigene Dokumentation zu verwenden, entweder so wie sie sind oder angepasst, mit eigenem Logo und/oder eigenen Begrifflichkeiten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail an info@businesscentral.help und wir werden unser Bestes tun, um gemeinsam mit Ihnen eine Lösung zu finden.

Allerdings gibt es auch Licht am Ende des Tunnels (und es ist kein entgegenkommender Zug). Microsoft ändert die Strategie und begünstigt damit den Zugang von freien Entwicklern und Beratern.

Die Cloud macht es möglich

Navision / NAV war immer eine geschlossene Gesellschaft zu der nur Kunden und Partner Zutritt hatten. Und ehrlich gesagt war es auch gar nicht anders möglich – alleine das Aufsetzen einer NAV Version im lokalen Netz mit allen Verbindungen zu Exchange, Firewall, Share Point, SQL Server etc. erfordert ein gerüttelt Maß an Kenntnis und Erfahrung das ein Externer oder die 0815 IT Abteilung bei weitem nicht hatte. Von der Wartung ganz zu schweigen.

Heute gibt es alles fix und fertig in der Cloud – Sie gehen hierher und in ein paar Minuten können Sie mit einer voll funktionsfähigen Testversion arbeiten und Ihre Daten dann gleich in die Echtversion mitnehmen. Sie müssen zwar noch immer über einen Partner kaufen, aber auch das wird sich vermutlich ändern.

Anpassungen nicht mehr im Code

Eine dramatische Änderung gibt es auch bei den Anpassungsmöglichkeiten – gewöhnlicherweise einer der Hauptgründe sich für NAV / Business Central zu entscheiden.

Früher wurde von Spezialisten des Partners direkt im Originalcode angepasst und geändert. Was zur Folge hatte, dass ein Versions-Upgrade extrem teuer war, weil jedes einzelne geänderte Objekt gesucht und dann manuell auf die nächste Version portiert werden musste. Und natürlich waren Anpassungen damit auch nicht portabel oder wiederverwendbar. Es wurde für jeden Kunden jede Änderung individuell neu gemacht. Nicht zum Nachteil der ausführenden Partner…

Heute können Änderungen außerhalb von Business Central theoretisch von jedem über Visual Studio Code erstellt und als Pakete über 2 Klicks installiert (und genauso leicht wieder deinstalliert) werden. Updates der Basisversion aber auch von Modulen können daher vom Kunden selbst durchgeführt werden und kosten auch bei lokaler Installation im Idealfall gar nichts. Bei Cloud Versionen passieren Updates sowieso weitestgehend automatisch.

Und ja, es gibt auch einen App Store – dieser nennt sich bei Microsoft Appsource und enthält zum Zeitpunkt des Verfassens dieser Zeilen bereits über 1000 Erweiterungen für Business Central.

Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen

Seit der Vorstellung von Business Central in 2018 sehen wir eine ganz klare Strategie von Microsoft, dieses Produkt wirklich für kleine und mittlere Betriebe (KMU im österreichischen Sinn) zugänglich zu machen. Im Extremfall kann sogar ein Ein-Personen-Betrieb sehr kostengünstig mit Business Central arbeiten (aktuell für 59,– im Monat als Cloudversion).

Für den klassischen Microsoft Partner sind jedoch kleine Kunden uninteressant. Personal ist bei weitem der größte Kostenfaktor und benötigt mindestens eine (bezahlte) Auslastung von 60% um überhaupt kostendeckend zu arbeiten. Diese ist aber bei kleinen Kunden und immer wieder wechselnden Anforderungen kaum zu erreichen. Also die Auslastung schon, die Bezahlung dafür eher weniger.

Und vielleicht öffnet sich der Markt ja damit wirklich und als Kunde haben Sie dann die Wahl – hoch dekorierter Partner oder flexibler Produktspezialist. Oder beide..

Bei Fragen, Anmerkungen oder guten Tipps – senden Sie uns eine E-Mail oder verwenden Sie das Kontaktformular