Lagerbewertung

Lagerbewertung

Lagerbewertung

Hier ein kleiner Exkurs zu den Lagerabgangsmethoden / Lagerbewertung in Business Central – diese können pro Artikel gesetzt werden und sind entscheidend für die Bewertung des Lagerbestandes und des Wareneinsatzes, egal ob direkt gebucht oder später ermittelt.

Die Lagerbewertung ist eine Methode zur monetären Bewertung von gleichartigen Vorräten. Es gibt mehrere Verfahren, die je nach Branche und Produkt zur Anwendung kommen. Das jeweilige Verfahren legt auch fest, welche Produkte zuerst, und welche zuletzt aus dem Lagerbestand entnommen werden.

METHODE

BESCHREIBUNG

EINSATZ

FIFO

First In First Out – Die Stückkosten eines Artikels sind der tatsächliche Wert aller Eingänge des Artikels. Bei der Bestandsbewertung wird davon ausgegangen, dass die zuerst in den Bestand aufgenommenen Artikel auch zuerst verkauft werden.

In Bereichen, in denen die Produktkosten stabil sind. Bei Artikeln mit begrenzter Haltbarkeit, da zuerst die älteren Waren verkauft werden müssen. Bedingt u.U. aber auch einen definierten Ein- und Auslagerungsprozess

FIFO

Last In First Out – Die Stückkosten eines Artikels sind der tatsächliche Wert eines beliebigen Zugangs des Artikels, der durch die LIFO-Regel ausgewählt wird.
Bei der Bestandsbewertung wird davon ausgegangen, dass die zuletzt in den Bestand aufgenommenen Artikel zuerst verkauft werden.

In vielen Ländern/Regionen nicht erlaubt, da es zur Gewinnminderung verwendet werden kann.
Wenn überhaupt dann bei hohen Umsätzen und schneller Drehung auf Spotmärkten.

Gleitendes Durchschnitts-
preis
Verfahren

Die Stückkosten eines Artikels werden als durchschnittliche Stückkosten zu jedem Zeitpunkt nach dem Kauf berechnet.
Für die Bestandsbewertung wird angenommen, dass alle Bestände gleichzeitig verkauft werden.

In Geschäftsumgebungen, in denen sich Produktkosten in beide Richtungen häufiger ändern.
Wenn Lagerbestände angehäuft oder gemischt werden und nicht unterschieden werden können, wie z.B. bei Chemikalien.

Identitäts-
preis
Verfahren

Bei diesem Verfahren werden alle einzelnen Gegenstände genau mit dem Wert bewertet, mit dem sie im Lagerbestand eingegangen sind. Dafür ist es notwendig, dass jeder einzelne Gegenstand eindeutig identifizierbar ist und jeweils ein Preis zugeordnet werden kann.

Dieses Verfahren findet vor allem bei großen und hochwertigen Gegenständen, die in kleiner Stückzahl auf Lager liegen oder bspw. bei Gegenständen, zu denen einen Chargen- oder Seriennummer erfasst worden ist, Anwendung.

Weiterführende Links zu diesem Thema:

Designdetails: Kostenberechnungsmethoden (link)
Designdetails: Lagerkostenberechnung (link)


Disclaimer: Wir wissen viel aber nicht alles und Fehler können passieren. Wenn Sie daher einen solchen finden – schreiben Sie uns bitte.

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