Business Central – Finanzbuchhaltung Einrichtung

Die Finanzbuchhaltung Einrichtung bestimmt, wie die Finanzbuchhaltung funktioniert. Da jedes Modul in Business Central irgendwann mit der FiBu in Kontakt kommt, haben diese Informationen den größten Einfluss auf das Funktionieren des gesamten Systems.

Finanzbuchhaltung Einrichtung

Finanzbuchhaltung Einrichtung

Die Finanzbuchhaltung Einrichtung bestimmt, wie die Finanzbuchhaltung funktioniert. Da jedes Modul in Business Central irgendwann mit der FiBu in Kontakt kommt, haben diese Informationen den größten Einfluss auf das Funktionieren des gesamten Systems. Nach dem Ausfüllen der Firmendaten ist das der nächste logische Ort für einen (längeren) Besuch…

Hinweis: Wenn man im Tell Me Fenster „einr“ (für Einrichtung) eingibt, so erscheinen 50 Links! Nicht alle sind gleich wichtig oder gleich umfangreich wie hier die Einrichtung der Finanzbuchhaltung. Aber man gewinnt darüber einen recht guten Eindruck, an welchen Schrauben man im System wo drehen kann um die Funktionsweise zu beeinflussen.

Allgemein

Fibu Einrichtung Allgemein
Buchungen zugelassen ab

Hier legen Sie das früheste Datum fest, ab dem Buchungen im System zugelassen sind. Dieses Datum gilt für alle Benutzer. Benutzerspezifische Einstellungen können an anderer Stelle (Benutzer Einrichtung) getätigt werden.

Buchungen zugelassen bis

Hier gilt exakt das gleiche wie oben gesagt, nur umgekehrt.

Protokollzeit

Hier kann eingestellt werden, ob die Arbeitszeit des Benutzers protokolliert werden soll, d. h. die Zeit zwischen Anmeldung und Abmeldung. Unerwartete Unterbrechungen werden nicht aufgezeichnet. Wie auch bei den Buchungsdaten oben, kann diese Einstellung in der Benutzer Einrichtung individuell überschrieben werden. Unabhängig davon empfiehlt sich jedoch, hier jedenfalls Erkundigungen zum Thema Datenschutz einzuziehen.

Protokollzeit
Lokales Adressformat

Wieder eines der vielen Mysterien in Business Central. Das Format der Adressen wird über die Ländereinstellung definiert, ich konnte keine Verwendung für diese Einstellung hier finden (was aber nicht heißt dass es keine gibt. Ich finde sie nur nicht.)

Lokales Kontaktadressformat

Gibt (laut Hilfe) an, an welcher Stelle in einer Postanschrift der Name der Kontaktperson erscheinen soll. Allerdings ist es auch hier wohl so, dass diese Einstellung über die Ländereinstellung definiert wird.

Format Kontaktadresse
Rechnungsrundungspräz. (MW)

Gibt die Intervallgröße beim Runden von Beträgen in der Mandantenwährung (MW) an. Beispiele: 1,00: Rundung auf Ganzzahl (keine Nachkommastellen – durch 1,00 dividierbar), 0,05: Rundung auf einen Wert, der durch 0,05 dividierbar ist, 0.01: Keine Rundung (Standardeinstellung). Auf der Seite Währungen können Sie definieren, wie Beträge in Fremdwährung gerundet werden.

Rechnungsrundungsmethode (MW)

Definiert, wie Rechnungsbeträge gerundet werden. Über dieses Feld legen Sie fest, ob der zu rundende Rechnungsbetrag zum nächstliegenden (im Feld „Rechnungsrundungspräzision“ oben angegebenen) Intervall auf- oder abgerundet werden soll. Wenn Sie „Kaufmännisch“ auswählen, werden Ziffern ab 5 aufgerundet und Ziffern kleiner als 5 abgerundet. Andernfalls wird immer auf- oder abgerundet.

Betragsrundungspräzision (MW)

Gibt die Intervallgröße an, die ganz generell beim Runden von Beträgen in MW verwendet wird. Dies umfasst Beträge, die mit allen Arten von Transaktionen erstellt werden. Dies ist hilfreich um Inkonsistenzen beim Anzeigen oder Zusammenfassen verschiedener Beträge zu vermeiden. Beträge werden auf die nächstliegende Zahl gerundet. Beispiel: Wenn die Beträge zur nächsten ganzen Zahl gerundet werden sollen, geben Sie 1,00 in dieses Feld ein. In diesem Fall werden Beträge kleiner als 0,5 abgerundet und Beträge größer oder gleich 0,5 aufgerundet. Auf der Seite „Währungen“ geben Sie an, wie Beträge in Fremdwährungen gerundet werden.

Betragsdezimalstellen (MW)

Gibt die Anzahl der Dezimalstellen an, die für Beträge in Mandantenwährung angezeigt werden. Dies umfasst die Beträge, die mit allen Arten von Transaktionen erstellt werden. Die Standardeinstellung 2:2 bedeutet, dass alle Beträge in MW mit mindestens 2 Dezimalstellen und mit höchstens 2 Dezimalstellen angezeigt werden. Sie können auch eine feste Zahl eingeben, 2 hieße ebenso dass Beträge mit zwei Dezimalstellen angezeigt werden. Für Fremdwährungen treffen Sie diese Einstellungen wie üblich auf der Seite „Währungen“.

Stückpreisrundungspräzision (MW)

Definiert die Intervallgröße beim Runden von Artikel- oder Ressourcenpreisen pro Einheit in Mandantenwährung. Die Systematik ist die gleiche wie überall. Generell wird man hier jedoch auf geringere Beträge runden da der Stückpreis unter Umständen sehr gering sein kann. Wenn dies der Fall ist und um Rundungsfehler zu vermeiden, empfiehlt es sich im Artikelstamm die Basiseinheit z.b. auf 100 Stück festzulegen.

Stückpreisdezimalstellen (MW)

Gibt die Anzahl der Dezimalstellen an, die für Artikel- oder Ressourcenpreise pro Stück in MW angezeigt werden. Die Standardeinstellung ist 2:5, d. h., dass Stückpreise mit mindestens zwei und höchstens fünf Dezimalstellen angezeigt werden. Die restliche Systematik ist wie oben bereits dargestellt.

Sachkontolöschung prüfen nach

Definiert, ob und wann Sachkonten gelöscht werden können. Wenn Sie ein Datum eingeben, können Sachkonten mit Posten an oder nach diesem Datum nur nach Bestätigung durch den Benutzer gelöscht werden. Dass der Saldo dabei Null sein muss versteht sich von selbst hoffentlich.

Sachkontoverwendung prüfen

Wenn dieses Feld auf JA steht, dann dürfen Sachkonten die in den folgenden Tabellen verwendet werden nicht gelöscht werden. Aus meiner Sicht sollte dieser Parameter immer auf JA stehen um die Integrität des Systems zu sichern (ggf. bitte auch den Servicebereich prüfen soweit freigeschaltet).

Währungen
Debitorenbuchungsgruppe
Kreditorenbuchungsgruppe
Lagerbuchung Einrichtung
Anlagenbuchungsgruppe
Projektbuchungsgruppe
Bankkontobuchungsgruppe
MA Buchungsgruppe
Buchungsmatrix Einrichtung
MwSt.-Buchungsmatrix Einr.
Fibu Buchungsblattvorlage
Fibu Buchungsblattname
Wiederkehrende Fibu Buchungsblätter
Wiederkehrende Anlagen Buchungsblätter
Wiederkehrende Projekt Buchungsblätter

EWU-Währung

Die Hilfe sagt: Gibt an, ob MW eine EWU-Währung (Wirtschafts- und Währungsunion) ist. Dies ist allerdings aus meiner Sicht schon seit 2002 obsolet.

Mandantenwährungscode

Nachdem die Mandantenwährung per Definition 1 ist, kann auch nicht vorherbestimmt werden um welche Währung es sich handelt. Dies wird hier definiert, alle anderen Währungen stehen dann mit den jeweils aktuellen Wechselkursen in Bezug zu dieser hier genannten Währung. die gleich der Mandantenwährung ist.

Symbol der Landeswährung

Hier können Sie das Symbol (€, $) der Mandantenwährung hinterlegen wenn ein solches existiert. Dies ist nicht bei allen Währungen der Fall.

Währungsbeschreibung

Geben Sie hier die ausgeschriebene Bezeichnung der Währung an. Also z. B. Euro oder amerikanische Dollar.

Skonto v. Nettobetrag

Hier legen Sie fest ob ein Skonto vom Nettobetrag oder vom Bruttorechnungsbetrag berechnet wird. Wenn hier der Haken bei „Skonto vom Nettobetrag“ NICHT gesetzt ist (siehe Screenshot) dann wird Skonto auf das Feld „Betrag inkl. MwSt.“ in Verkaufsbelegen und auf das Feld „Betrag“ in Buchungsblättern berechnet. Im umgekehrten Fall wird der Skonto vom Feld „Betrag“ in Verkaufsbelegen bzw. vom Feld „Verkauf/Einkauf“ in Buchungsblättern berechnet.

Skonto berichtigen

Dieser Parameter ist wieder einer jener die harmlos aussehen, wo aber im Hintergrund unter Umständen eine ganze Menge passiert. Er lässt sich nur dann setzen, wenn der Parameter „Skonto vom Nettobetrag“ nicht gesetzt ist. Das ist auch logisch, weil wenn Skonto nur vom Nettobetrag berechnet wird dann ist auch keine Umsatzsteuer involviert die berichtigt werden müsste.

Wenn der Parameter „Skonto berichtigen“ gesetzt ist aber in der MWSt. Buchungsmatrix das Häkchen für „Skonto berichtigen“ nicht gesetzt wurde, dann wird bei der Zahlung ebenfalls ganz normal der Skonto vom Bruttobetrag berechnet und gebucht. Ist jedoch dieses Häkchen gesetzt und es finden sich in der Buchungsmatrix Einrichtung die entsprechenden Konten, dann wird bei der Zahlung sowohl der Skonto als auch eine Berichtigung der Umsatzsteuer verbucht.

Ist in einer Zeile der MWSt. Buchungsmatrix das Häkchen „Skonto berichtigen“ gesetzt, dann muss der Parameter auch in der Finanzbuchhaltung Einrichtung gesetzt sein.

Skonto berichtigen
Unrealisierte MwSt.

Wenn dieser Parameter auf JA gesetzt wird, dann wird die Umsatzsteuer bei der Ausstellung der Rechnung auf ein temporäres Konto gebucht und erst bei der Zahlung (also beim Zahlungseingang) auf das echte Umsatzsteuerkonto umgebucht. Diese Regelung findet in erster Linie bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern bzw. der sogenannten Ist-Besteuerung Anwendung. Das Setzen dieses Parameters bewirkt auch, dass in der MWSt. Buchungsmatrix Einrichtung einige zusätzliche Optionen freigeschaltet werden. Mehr dazu wenn wir uns mit dieser Thematik beschäftigen.

Unrealisierte MwSt. Vorauszahlung

Gibt an, ob unrealisierte MwSt. für Vorauszahlungen verarbeitet werden. Dieser Parameter wird automatisch auf JA gesetzt wenn der Parameter oben „Unrealisierte Mehrwertsteuer“ auf JA gesetzt wurde.

Max. MwSt.-Differenz zulässig

An gebuchten MwSt.-Posten können Sie Korrekturen durchführen ohne die MwSt-Bemessungsgrundlage zu verändern. Sie werden dies beispielsweise tun wollen, wenn Sie eine Rechnung von einem Kreditor bekommen, der die MwSt. nicht korrekt berechnet hat. Zusätzlich müssen Sie dann aber noch auf der Seite „Fibu Buchungsblatt Vorlage“ das Kontrollkästchen „MwSt-Differenz zulassen“ mit einem Häkchen versehen und genau so auf der Seite „Kreditoren & Einkauf Einrichtung“. Spiegelverkeht gilt das auch für die „Debitoren & Verkauf Einrichtung“. 

MwSt.-Rundungsmethode

Hier können Sie bestimmen, wie die Anwendung die MwSt. bei der Berechnung für die Mandantenwährung rundet. Wenn Sie in einem Beleg einen Betrag inklusive MwSt. eingeben, wird zunächst der Betrag ohne MwSt. berechnet und gerundet. Anschließend wird durch Subtraktion der MwSt.-Betrag berechnet, da der Gesamtbetrag mit dem manuell eingegebenen Betrag inklusive MwSt. übereinstimmen muss. In diesem Fall wird die MwSt.-Rundungsmethode nicht angewendet, da der Betrag ohne MwSt. bereits mithilfe der Betragsrundungspräzision gerundet wurde.

Bankkontonummern

Wählen Sie hier eine Nummernserie aus, die Sie zum Zuweisen von Nummern zu (eigenen) Bankkonten verwenden wollen. Sie können aber selbstverständlich auch manuelle Nummern verwenden da Sie vermutlich nicht über 100te Bankkonten verfügen…

Rech. an/Verk. an MwSt.-Berech.

Dieser Parameter ist sehr wichtig, da er ein entscheidendes Verhalten des Systems beeinflusst – und zwar die Berechnung der Umsatzsteuer.

Grundsätzlich gehen wir immer von drei „Partnern“ oder „Adressen“ aus wenn wir etwas verkaufen (oder kaufen): dem sogenannten „Verkauf an“, dem „Rechnung an“ und dem „Lieferung an“. Wobei der „Verkauf an“ mein Geschäftspartner ist an den ich in 99% der Fälle auch liefere. Der „Rechnung an“ ist derjenige der die Rechnung bekommt und dessen Name und Adresse auch am Rechnungskopf aufscheinen. Gemäß den EU Umsatzsteuer Regeln ergibt sich die Berechnung der Umsatzsteuer bzw. die Umsatzsteuerpflicht (ganz grob gesagt) aus der Warenlieferung.

Bitte beachten Sie: Sie werden es überwiegend mit Kunden zu tun haben, die nur eine Adresse aufweisen und wo die oben getroffene Unterscheidung nicht notwendig ist.

Über diesen Parameter kann ich bestimmen, ob die Mehrwertsteuerberechnung vom „Verkauf an“ oder von „Rechnung an“ abhängig ist.

Alles hier Gesagte gilt spiegelverkehrt auch für Kreditoren. Sehen Sie dazu auch diesen Absatz in dem Artikel über Debitoren

MwSt.-Erklärung (MW) drucken

Definiert, dass in Belege mit Fremdwährung eine zusätzliche MwSt.-Angabe in Landeswährung eingefügt wird. Dies dient zum Vereinfachen von Steuerprüfungen beim Abstimmen von Steuerzahlungen und Rechnungen.

Sachpostensperrung der Vorversion verwenden

Gibt an, ob die Sachpostentabelle während der Buchung von Verkaufs-, Einkaufs- und Servicetransaktionen gesperrt werden soll, um die Leistung in Mehrbenutzerumgebungen zu verbessern. Erwägen Sie diese Einstellung, wenn:

  • Sie auf Deadlock-Situationen stoßen, weil Ihre Anwendung auf dem Sperren der Sachposten Tabelle beruht.
  • Sie haben das Kästchen „Automatische Lagerbuchung“ im Fenster „Lager Einrichtung“ markiert haben.
Beträge anzeigen

Spezifiziert, welche Art von Beträgen in Journalen (Buchungsblättern) und in Sachpostenfenstern angezeigt werden.

  • Nur Betrag: Die Felder Betrag und Betrag in Mandantenwährung werden angezeigt.
  • Nur Soll/Haben: Die Felder Soll-Betrag, Soll-Betrag (MW), Haben-Betrag und Haben-Betrag (MW) werden angezeigt.
  • Alle Beträge: Alle Betragsfelder werden angezeigt.
Nicht-Euro SEPA-Export

Gibt an, ob der SEPA-Export für Buchungsblattzeilen mit anderen Währungen außer Euro verwendet werden soll.

SEPA-Export ohne Bankkontendaten

Definiert, ob es möglich ist, den SEPA-Lastschriftexport zu verwenden, indem Sie die Felder „BLZ“ und „Bankkontonummer“ anstelle der Felder „IBAN“ und „SWIFT-Nr.“ auf den Bankkonto- und Debitor-Bankkontokarten ausfüllen.

Dimensionen

Dimensionen

In diesem Abschnitt werden die beiden globalen Dimensionen (die gleichzeitig auch die ersten zwei Shortcut Dimensionen sind) und die sogenannten Shortcut Dimensionen definiert. Globale Dimensionen sollten immer die „Haupt“ Dimensionen sein, gewöhnlicherweise Kostenstelle und Kostenträger. Mehr Informationen zu globalen und zu Shortcut Dimensionen finden Sie hier und hier.

Hinweis: Sie können die globalen Dimensionen bzw. die Zuordnung der Positionen hier zu der Dimensionen ändern, indem sie in der Aktionsleiste in der Finanzbuchhaltung Einrichtung auf den Punkt „Aktionen“ und dann „Funktion/Globale Dimensionen ändern“ gehen. Denken Sie aber bitte daran, dass das Ausführen dieser Funktion unter Umständen sehr sehr lange dauern kann und dass sämtliche Berichte über Dimensionen, auch für Vorperioden, neu erstellt werden müssen.

Hintergrundbuchung

Hintergrundbuchung

Die Möglichkeit von Hintergrundbuchungen existiert im Einkauf, im Verkauf und auch hier in der Finanzbuchhaltung. Die Einrichtung ist überall die gleiche.

Mit Aufgabenwarteschlange buchen

Setzen Sie diesen Punkt auf Ja, damit teilen Sie den System grundsätzlich mit, dass Sie zeitversetzt buchen wollen.

Mit Aufgabenwarteschlange buchen & drucken

Setzen Sie diesen Punkt auf Ja wenn sie, ähnlich wie beim manuellen Buchen, gleichzeitig buchen und drucken wollen. Dies kann allerdings zu Fehlern führen wie Microsoft in der Hilfe hier schreibt:
Wenn Sie einen Beleg an einen Drucker senden und der Drucker ein Dialogfeld anzeigt, wie eine Anforderung für Anmeldeinformationen oder eine Warnung über geringe Druckertinte, wird der Beleg gebucht, aber nicht gedruckt. Die entsprechenden Aufgabenwarteschlangenposten überschreiten letztendlich die Zeit und das Feld Status ist auf Fehler festgelegt. Entsprechend empfiehlt es sich, dass Sie kein Druckersetup verwenden, das Aktivität mit der Anzeige von Druckerdialogfeldern in Verbindung mit Hintergrundbuchung benötigt.

Vielleicht noch ein Wort zum Hintergrund: Zeitversetztes Buchen macht immer dann Sinn, wenn viele Transaktionen gleichzeitig stattfinden müssen und ein Buchungsvorgang, speziell Stapelbuchungen im Verkauf, gegebenenfalls nicht abgeschlossen werden können weil andere Prozesse diesen Buchungsprozess blockieren. Über Hintergrundbuchungen kann man den kritischen Prozess des Abschließens z. B. in die Abendstunden verlegen und somit Eingabearbeiten während des Tages ungehindert durchführen.

Aufgabenwarteschlange – Kategoriencode

Wählen Sie hier aus einer Liste von Aufgabenwarteschlangen Kategorien die zutreffende aus (diese sollte natürlich vorher angelegt worden sein bzw. können Sie eine Kategorie hier auch direkt anlegen wenn sie über die notwendigen Rechte verfügen.). Diese Kategorie verwenden Sie auch, wenn Sie dann die eigentliche Aufgabe anlegen, die das Buchen durchführt. Da beim Anlegen einer Zeile oder eines Belegs diese Kategorie geholt und in den Kopf geschrieben wird, weiß das System bei der Abarbeitung welche Belege oder Belegzeilen betroffen sind.

Bei Erfolg benachrichtigen

Legt fest, ob eine Benachrichtigung gesendet werden soll, wenn Buchen und Drucken abgeschlossen sind. Ich muss allerdings noch herausfinden wohin diese Nachricht geht und in welcher Form sie erfolgt.

Art der Berichtsausgabe

Gibt die Ausgabe des Berichts an, der mit einem Aufgabenwarteschlangenposten geplant ist, wenn das Kontrollkästchen „Mit Aufgabenwarteschlange buchen und drucken“ aktiviert ist.

Berichtswesen

Berichtswesen

In diesem Register werden in erster Linie die Standardberichte definiert, die Sie dann im System unter dem Namen Bilanz oder G&V im Standard finden. Wie diese Berichte hier zustande kommen ist etwas trickreich und ganz generell wird nicht empfohlen, obige Berichte für Ihre Auswertungen zu verwenden. Der Vollständigkeit halber trotzdem eine kurze Erklärung.

Über die so genannten „Kontenschemata“ (erkläre ich in einem späteren Beitrag genauer) können Sie eigene Gliederungen von Bilanz, G&V und allen anderen von Ihnen benötigten Berichten erstellen. Die Berichte die Sie hier sehen finden Sie ebenfalls bei den Kontenschemata aber wenn sie versuchen einen solchen Bericht zu ändern, bekommen sie eine Warnmeldung die Ihnen irgendetwas von automatischem Erstellen und Überschreiben erzählt. Dabei ist gemeint, dass die hier definierten Berichte automatisch aus dem Kontenplan bzw. aus den sich ergebenden Sachkontokategorien erstellt werden. Haben sie dort also die richtigen Zuordnungen getroffen dann können Sie über einen Mausklick die entsprechenden Schemata (eben diese hier) erstellen. G&V und Bilanz werden direkt aus den Sachkontokategorien erstellt, Cashflow und Retained Earnings kommen aus den zusätzlichen Berichtsdefinition ebendort.

Die Frage die sich nun zwangsläufig stellt ist: warum sollte ich Gliederungen über Umwege erstellen wenn ich diese auch direkt machen kann? Nur weil einige ganz wenige Menüpunkte im System genau auf diese Berichte hier verweisen? Der einzig denkbare Grund liegt darin, dass Sie bei der Erstellung über Kontenplan und Sachkontokategorien die Möglichkeit haben zu prüfen, welche Konten noch nirgendwo enthalten sind und dass neue Konten automatisch an der richtigen Stelle aufscheinen da Sie ja diese immer eine Sachkontokategorie zuordnen. Diese Möglichkeit haben sie bei der manuellen Erstellung eines Schemas nicht, hier müssten sie über Verprobungen die Vollständigkeit quasi manuell feststellen. Dies sollte aber für den gelernten Buchhalter oder Controller kein wirkliches Problem darstellen.

Berichtswährung

Gibt die Währung an, die im Bereich „Finanzbuchhaltung“ als Berichtswährung verwendet wird. Um die Währungscodes in der Tabelle Währungen anzuzeigen, aktivieren Sie das Feld.

Wenn Sie eine Berichtswährung angeben, speichert die Anwendung Beträge in den Sachposten und anderen Posten wie z. B. MwSt.-Posten sowohl in der Mandantenwährung als auch in der Berichtswährung. Wenn die Anwendung Sachpostenbeträge in Berichtswährung berechnet, greift sie zur Ermittlung des entsprechenden Wechselkurses auf die Tabelle Währungen zu.

Wenn Sie eine Berichtswährung angeben, können Sie folgende Vorgänge entweder in Mandantenwährung oder in Berichtswährung vornehmen:

  • Erstellen von Jahresabschlüssen
  • Einsehen verschiedener Finanzbuchhaltungsberichte
  • Erstellen von MwSt.-und INTRASTAT-Berichten

Zusätzlich zur Berichtswährung müssen Sie vier Konten angeben, eins in jedem der folgenden Felder der Tabelle „Währung“: Sachkto. Kursgewinn real. Kto., Sachkto. Kursverlust real. Kto, Differenzkonto Gewinn und Differenzkonto Verlust.

MWSt. Kursregulierung

Wenn eine Berichtswährung verwendet wird, kann im Feld MwSt.-Kursregulierung festgelegt werden, wie bei Wechselkursänderungen eine Regulierung der Konten erfolgen soll, welche für die MwSt.-Buchung eingerichtet sind.

Es stehen zwei Optionen zur Auswahl:

  • Mit „Betrag regulieren“ wird im MwSt.-Konto der Betrag im Feld der Mandantenwährung für Wechselkursänderungen reguliert.
  • Mit „Betrag (BW) regulieren“ wird im MwSt.-Konto der Betrag im Feld „Betrag (BW)“ für Wechselkursgewinne, oder -verluste reguliert.

Ausgleich

Ausgleich

In diesem Register geht es in erster Linie um Rundungs- und Skontodifferenzen sowie Toleranzen und deren Ausgleich durch z. B. Zahlung.

Ausgl. Rundungspräzision

Definiert die erlaubte Rundungsdifferenz, wenn über Posten in Mandantenwährung Posten in einer anderen Währung ausgeglichen werden sollen.

Skontotoleranzwarnung

Wenn hier Ja gewählt wird, dann erscheint eine Warnung wenn eine Zahlung erfolgt, die im Zeitraum zwischen den, in den Feldern „Skontodatum“ und „Skontotoleranzdatum“ festgelegten Daten liegt.

Skontotoleranzbuchung

Gibt die Buchungsmethode an, die verwendet wird, wenn eine Zahlungstoleranz gebucht wird.
Zahlungstoleranzkonten: Die Skontotoleranz wird in ein speziell für die Zahlungstoleranz eingerichtetes Sachkonto gebucht. Skontotoleranzbetrag: Die Skontotoleranz wird als Skonto gebucht.

Skontotoleranzperiode

Gibt die Anzahl der Tage an, die eine Zahlung oder Erstattung nach dem Skontodatum liegen kann und wo trotzdem Skonto gewährt wird.

Zahlungstoleranzwarnung

Gibt an, ob eine Meldung angezeigt werden soll, wenn eine Zahlung innerhalb der angegebenen Toleranz vom Rechnungsbetrag abweicht. Sie können dann wählen, wie der Fehlbetrag verarbeitet werden soll. Wenn Sie die Meldung nicht aktivieren und eine Toleranzgrenze angegeben ist, werden Rechnungen mit Beträgen, die innerhalb der Toleranz liegen, automatisch geschlossen und Sie können nicht mehr entscheiden, den Restbetrag offen zu lassen. Standardtoleranzgrenzen werden in den Feldern Zahlungstoleranz % und Max. Zahlungstoleranz festgelegt, können aber auch für jeden Debitorenbucheintrag angegeben werden.

Zahlungstoleranzbuchung

Legt die Buchungsmethode fest, die beim Buchen einer Zahlungstoleranz verwendet wird.
Zahlungstoleranzkonten: bucht die Zahlungstoleranz auf ein spezielles Hauptbuchkonto, das für die Zahlungstoleranz eingerichtet ist.
Betrag für Zahlungsrabatt: Bucht die Zahlungstoleranz als Skonto.

Zahlungstoleranz %

Gibt den Prozentsatz an, um den die Zahlung oder die Erstattung von dem Betrag auf der zugehörigen Rechnung oder Gutschrift abweichen darf.

Max. Zahlungstoleranzbetrag

Gibt den maximalen Betrag an, um den die Zahlung oder die Erstattung von dem Betrag auf der zugehörigen Rechnung oder Gutschrift abweichen darf.

Weiterführende Links zu diesem Thema:

Verständnis der Fibu und des Kontoplans (link)
Finanzen (link)


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