Artikel Stammdaten – Einstandspreise, Buchung

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Artikel Stammdaten – Einstandspreise, Buchung

Die Angaben in diesem Register legen u.a. fest, wie und wohin die Buchung von Einstandspreisen, Erträgen etc. erfolgen soll. Es wird empfohlen, zumindest einen Teil der Angaben hier über eine Vorlage zu definieren. Damit wird sichergestellt, das bei der eigentlichen Erfassung eines neuen Artikels weniger Probleme entstehen.

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Kostendetails

Lagerabgangsmethode

Über eine Auswahlliste kann hier zwischen FIFO, LIFO, Durchschnitt, oder Standardpreis gewählt werden. Dazu hier etwas mehr.

Einstandspreis (fest)

Wenn als Lagerabgangsmethode bzw. Lagerbewertung „Standard“ gewählt wurde, dann können hier die Standardkosten eingetragen werden. Diese werden für Zu- und Abgänge verwendet und müssen in regelmäßigen Abständen angepasst werden. Die Abweichungen werden beim Einkauf in den Wertposten berücksichtigt und (wenn eingestellt) entsprechend den vorgegebenen Konten richtig auf ein so genanntes Abweichungskonto gebucht. Um die Abweichungen beurteilen zu können, müssen die Wertposten nach der Artikelnummer und der Postenart „Abweichung“ selektiert werden. Eine zweite, schönere Auswertung ergibt sich aus der Liste „Lager Einst.-Abweichungen“ oder auf Englisch Inventory Cost-Variance. Bitte beachten: In den Lagerwertlisten werden nur die Standardkosten ausgewiesen

Einstandspreis

Hier werden die Kosten angezeigt zu denen das nächste Stück ausgeliefert werden würde. Wenn als Lagerabgangsmethode ‚Durchschnitt‘ eingestellt ist dann entspricht das auch dem aktuellen Durchschnittspreis. Bei FIFO, LIFO und dem Identitätspreisverfahren wird ja jeweils die Auslieferung der Anlieferung zugeordnet und daher kann es sein, dass dieser Preis eben nur für das nächste Stück gilt, für alle weiteren könnten dann andere Kosten gelten.

Indirekte Kosten %

Dieses Feld kann dazu verwendet werden, um dem Artikel indirekte geschätzte Kosten zuzuschlagen und auch zu buchen. Dies wird man tun, wenn beispielsweise die zu erwartenden Kosten (Zoll, Gebühren, Lieferung, Inbetriebnahme etc.) eher hoch sind, sehr spät einlangen, schwer einzelnen Lieferungen zuzuordnen und relativ gleichmäßig sind.

Wenn dann später die tatsächlichen Kosten über Einkaufsrechnungen einlangen, dann dürfen diese nicht über Zu- und Abschlagszuweisung gegen den Artikel sondern müssen gegen das Interimskonto das für den Zuschlag verwendet wurde gebucht werden. Im Zuge der Bilanzerstellung sollte dieses Konto gegen Warenbestand und Wareneinsatz ausgeglichen werden. Gegebenenfalls muss dann eine neue Einschätzung der Kosten erfolgen.

Direkte Kosten (neueste)

In diesem Feld werden die tatsächlichen Kosten für den Artikel gemäß dem letzten Einkauf/Zugang verzeichnet. Diese werden fast immer sowohl vom errechneten Einstandspreis als auch von einem festen Einstandspreis abweichen.

Fakturierter Bestand

In diesem Feld wird der fakturierte Bestand des Artikels verzeichnet. Das heißt auch wenn 100 Stück dieses Artikels bereits angeliefert wurden, wir aber noch keine Rechnung dazu verbucht haben dann werden diese 100 Stück hier nicht berücksichtigt. Umgekehrt werden auch Auslieferungen die noch nicht fakturiert sind, nicht in dieser Zahl berücksichtigt.

Einstandspreis ist reguliert

Hier können Sie sehen ob die Kosten des Artikels reguliert das heißt angepasst wurden oder nicht. Bitte beachten Sie dazu auch die Einstellungen im Punkt ‚Lager Einrichtung‘

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Einstandspreis ist auf Sachkonten gebucht

Gibt an, dass alle Lagerkosten für diesen Artikel in die Finanzbuchhaltung gebucht wurden. Auch dieser Punkt bezieht sich auf eine sehr wichtige Einstellung in der Lager Einrichtung.

Sondereinkaufspreise und -rabatte

Hier wird lediglich gezeigt, ob Sonderpreise/-rabatte für den Einkauf existieren oder nicht. Über einen Klick auf den Link können Sie sofort in die entsprechende Funktion wechseln die sich oben im Menü etwas versteckt und nur mit Mühe auffindbar ist. Auch gibt es hier einen kleinen Fehler wie man sieht.

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Buchungsdetails

Die so genannten Buchungsgruppen sind das Herz von Business Central und sorgen dafür, dass der Großteil der entstehenden Transaktionen automatisch und vor allem richtig auf den entsprechenden Sachkonten landen. Buchungsgruppen gibt in der Hauptsache für Kunden und Artikel aber auch für Kreditoren, Anlagen, Läger, Sachkonten, Projekte, Bankkonten und Mitarbeiter. Ich werde mich dieser Thematik in einem separaten Artikel widmen, daher hier auch nur recht kurze Bemerkungen zu den folgenden Punkten.

Was man allerdings wissen sollte: die so genannte Produktbuchungsgruppe und die Mehrwertsteuer Produktbuchungsgruppe beziehen sich auf Artikel, die Geschäftsbuchungsgruppen auf Kunden und Lieferanten. Aus der Kombination dieser vier Gruppen wird in der Buchungs- und in der MwSt.-Buchungsmatrix festgelegt wie u.a. die Umsatzsteuer- und Erfolgskonten ermittelt werden.

Produktbuchungsgruppe

Hier müssen Sie die Produktbuchungsgruppe dieses Artikels hinterlegen. Gewöhnlicherweise werden Sie für jede Artikelgruppe die Sie in der FiBu über ein Erfolgskonto getrennt auswerten wollen (oder müssen) eine eigene Produktbuchungsgruppe anlegen. Oft verwendete Gruppierungen wären z.B. Handel, Eigenfertigung, Dienstleistungen etc.

MwSt.-Produktbuchungsgruppe

Ähnliches wie oben gesagt gilt auch für die MwSt.-Produktbuchungsgruppe. Allerdings werden darüber die unterschiedlichen Umsatzsteuersätze hinterlegt. Bitte beachten Sie: Die MwSt.-Produktbuchungsgruppe ist nicht alleine für den tatsächlichen Steuersatz verantwortlich, dieser ergibt sich immer nur aus der Kombination mit dem Kunden oder dem Lieferanten.

Lagerbuchungsgruppe

Wenn in der Lager Einrichtung die Integration mit der Finanzbuchhaltung eingeschaltet ist, dann definiert die Lagerbuchungsgruppe gemeinsam mit dem Lagerort diverse Sachkonten wie Lagerbestand oder WIP. Das Verwenden mehrerer unterschiedlicher Lagerbuchungsgruppen macht nur in Ausnahmefällen Sinn oder wenn Sie das Modul Produktion verwenden.

Standard-Abgrenzungsvorlage

Um Einnahmen oder Ausgaben auf mehrere Abrechnungsperioden zu verteilen, müssen Sie eine Abgrenzungsvorlage für die Ressource, den Artikel oder das Sachkonto einrichten. Wenn Sie den zugehörigen Verkaufs- oder Einkaufsbeleg buchen, werden die Einnahmen oder Ausgaben gemäß dem Plan, der von den Einstellungen in der Abgrenzungsvorlage und dem Buchungsdatum abhängt, auf die beteiligten Buchhaltungsperioden verteilt. Mehr dazu im Bereich ‚Finanzen‘.

Außenhandel

Zollposition

Gemeint ist hier die sogenannte Zolltarif- oder Warennummer. Diese sollten Sie zuerst in einer Tabelle anlegen damit Sie sie hier auswählen können. Entsprechende Berechtigungen vorausgesetzt können Sie auch direkt hier eine neue Nummer erfassen. Zolltarifnummern werden für Import- und Export Papiere sowie für Intrastat Berichte benötigt.

Ursprungsland/-region: Wählen Sie hier das Ursprungsland, also jenes Land wo der Artikel erstellt oder bearbeitet wurde.

Weiterführende Links zu diesem Thema:

Neue Artikel registrieren (link)
Lagerbewertungsmethoden (link)
Buchungsgruppen / -matrix einrichten (link)


Disclaimer: Wir wissen viel aber nicht alles und Fehler können passieren. Wenn Sie daher einen solchen finden – schreiben Sie uns bitte.

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