Business Central – Artikel Aktionsleiste

Genauso wie bei allen anderen Stammdaten, erlaubt die Artikel Aktionsleiste eine ganze Reihe von Aktionen die direkt auf den geöffneten Artikel wirken.

Aktionsleiste Artikel

Artikel Aktionsleiste

Genauso wie bei allen anderen Stammdaten, erlaubt die Artikel Aktionsleiste eine ganze Reihe von Aktionen die (leider nicht immer) direkt auf den geöffneten Artikel wirken. Dies sind teilweise Ergänzungen wie z. B. Varianten oder Attribute oder aber auch Preislisten, Dimensionen oder Aktionen wie das Kopieren eines Artikels oder das Erstellen von Stücklisten.

Im Folgenden finden Sie die Aktions- oder Menüleiste der Artikelkarte, wie immer sind die einzelnen Aktionen mit einem Link versehen über den Sie direkt zur entsprechenden Erklärung kommen. Doppelt vorkommende Aktionen werden nicht zweimal besprochen, dort ist auch kein Link hinterlegt.

Prozess Artikel Buch.-Blatt
Aktionen


Artikel Umlagerungs Buch.-Blatt
Artikel Varianten
Artikel Bemerkungen

Artikelbarcodes

Anhänge
Einkaufspreise und Rabatte Einkaufspreise

Attribute

Einkaufsrabatte

Lager regulieren

Übersicht über Einkaufspreise und Rabatte
Preise und -rabatte Verkaufspreise
Funktionen Lagerhaltungsdaten erstellen

Verkaufsrabatte

Inventurhäufigkeit berechnen

Übersicht über Verkaufspreise und Rabatte

Vorlagen

Einkaufspreise

Artikel kopieren

Einkaufsrabatte

Vorlage anwenden

Übersicht über Einkaufspreise und Rabatte

Als Vorlage speichern
Genehmigungs-anforderung Genehmigungsanforderung senden
Bestellarbeitsblatt


Genehmigungsanforderung stornieren
Artikelumlagerungsbuch.-Blatt


Workflow erstellen
Verkaufspreise und Rabatte Verkaufspreise

Meine Workflows anzeigen

Verkaufsrabatte

Genehmigungen

Übersicht über Verkaufspreise und Rabatte Posten



Workflow Genehmigungsworkflow erstellen Inventurposten




Genehmigungsworkflow verwalten Reservierungsposten



Planung Umsatzplanung aktualisieren Wertposten



Artikel Buch.-Blatt
Artikelverfolgungsposten



Artikelablaufverfolgung
Lagerplatzposten



Zugehörig
Ausgleichsarbeitsblatt



Historie Posten Artikeldaten exportieren



Artikel Dimensionen




Referenzen




Einheiten Ereignis




Textbausteine Periode




Übersetzungen Variante




Ersatzartikel Lagerort



Verfügbarkeit Artikel nach Lagerort Stücklistenebene




Artikelverfügbarkeit nach Einheit




Statistik Statistik



Einkauf Lieferanten Buchungsstatistik




Vorauszahlungsprozentsätze Umsatz




Bestellungen




Reklamationen



Verkauf Vorauszahlungsprozentsätze




Aufträge




Reklamationen Montagestückliste



Stückliste Struktur Verwendung




Kostenanteile Stückl. Einstandspreis ber.




Montage Ber. VK-Preis



Lager Lagerplatzinhalt




Lagerhaltungsdaten



Ressourcen Ressourcenqualifikationen




Qualifizierte Ressourcen

Artikel Buch.-Blatt (Buchungsblatt)

Über diese Aktion wird das bereits bekannte Artikelbuchungsblatt (Buch.-Blatt) geöffnet wobei der aktuell geöffnete Artikel NICHT automatisch eingefügt wird.
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Artikel Umlagerungs Buch.-Blatt

Hier gilt das gleiche wie oben – nur wird die Vorlage “Artikelumlagerungs-Buchungsblatt” geöffnet. Auch hier wird der geöffnete Artikel nicht berücksichtigt.
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Bemerkungen

Hier können beliebig viele Bemerkungen zu diesem Artikel erfasst werden wobei links ein Datum stehen kann und rechts Textzeilen mit jeweils 80 Zeichen zur Verfügung stehen. Leider werden auch hier diese Bemerkungen in den Infoboxen rechts nicht angezeigt. Es ist auch nirgendwo ein Indikator zu finden, der angibt, dass es Bemerkungen gibt…
(nach oben)

Anhänge

Über diese Aktion können Sie eine beliebige Anzahl von Dokumenten zu diesem Artikel hochladen. Über die Häkchen ganz am Ende bestimmen Sie, ob der jeweilige Anhang auch zu Einkaufs- oder Verkaufstransaktionen übergeleitet werden soll. Auch bei Artikeln ist die Möglichkeit von Anhängen sehr hilfreich, da dadurch zusätzliche Informationen (Merkblätter, Gefahrenhinweise, Produktbeschreibungen etc.) systemweit zur Verfügung stehen.
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Attribute

Wenn Sie wie hier beschrieben Artikelattribute angelegt haben, dann können Sie über diesen Punkt für den aktuellen Artikel Attribute und deren Ausprägungen selektieren. Das Feld Einheit wird automatisch befüllt, wenn das Attribut eine Einheit (cm, Liter…) verlangt.

Lager regulieren

Wieder einer meiner Lieblings-Microsoft-Übersetzungs-Verhauer. Gemeint ist nämlich “Adjust Inventory” – also frei, aber richtig übersetzt “Lagerstand anpassen”. Und genau darum geht es hier. Sie können hier den Lagerstand für diesen Artikel für beliebige Läger ändern.

Aber bitte machen Sie das nicht bzw. blenden Sie diesen Punkt im Zuge einer Implementation aus. Es werden keine Dokumente, keine Genehmigungen, kein Garnichts verlangt und es wird direkt gebucht bzw. spätestens beim nächsten Mal, wenn Sie “Lagerreg. buchen” ausführen. Buchhalterisch ist es zwar (prinzipiell) richtig, vorausgesetzt die Einstellungen in den Lagerbuchungsgruppen und in der Buchungsmatrix sind korrekt. Aber was hilft das, wenn jeder nach Lust und Laune buchen kann?

Verkaufspreise

Hier können Sie (diesmal auch gefiltert auf den aktuellen Artikel) die verschiedensten Verkaufspreise für den Artikel in Kombination mit Kunden, Mengen, Einheiten und Zeiträumen festlegen.

Bitte beachten Sie: Ganz egal was Sie hier einstellen – beim Zusammentreffen von zwei zutreffenden Bedingungen wird IMMER der niedrigere Preis (und der höhere Rabatt s.u.) genommen. Und zwar auch dann, wenn explizit ein Preis für einen bestimmten Kunden festgelegt wurde. Dies kann zu unlösbaren Situationen führen, die nur durch eine Anpassung umgangen werden können.
Beachten Sie bitte auch dass es in Wave 1 oder 2 2021 hier zu Änderungen kommen wird. Ich werde dazu gesondert berichten / erklären.

Artikel Verkaufspreise

In der Spalte “Verkaufsart” bestimmen Sie, für wen der Verkaufspreis in dieser Zeile grundsätzlich gelten soll: Alle Debitoren, eine Debitoren(preis)gruppe, einen bestimmten Debitor oder eine Kampagne. In der Spalte “Verkaufscode” definieren Sie dann die Gruppe, den Debitor oder die Kampagne. Nur im Fall von “Alle Debitoren” bleibt dieses Feld leer. Über die Spalte “Artikelnummer” bestimmen Sie für welchen Artikel der Preis in dieser Zeile gelten soll. Die Mindestmenge legt fest, ab welcher Menge der Preis in der Zeile gelten soll – um also einen Staffelpreis festzulegen, müssen Sie mehrere Zeilen mit jeweils unterschiedlichen Mengen und Preisen erfassen. Der Verkaufspreis ist das was er ist – gemäß den Einstellungen im Artikel brutto oder netto (inkl. oder exkl. USt.). Über Start- und Enddatum können Sie die Gültigkeit dieser Preiszeile festlegen.

Verkaufsrabatte

Die Tabelle Verkaufsrabatte ist genauso aufgebaut wie die oben beschriebene Tabelle Verkaufspreise. Der einzige Unterschied besteht darin, dass hier kein Preis pro Zeile angegeben wird, sondern eben ein Rabatt in Prozent. Wie bereits erwähnt gilt hier der gleiche Grundsatz wie auch bei den Verkaufspreisen: es wird grundsätzlich der höchste mögliche Rabatt verwendet, auch wenn für einen Kunden ein spezifischer Rabatt festgelegt wurde. Bei der Preisbestimmung (oder Preisfindung wie es manchmal auch heißt) in einem Auftrag oder einer Rechnung, wird zuerst der Verkaufspreis bestimmt und anschließend der Rabatt.

Übersicht über Verkaufspreise und Rabatte

Auch hier sagte Name bereits was sich hinter diesem Punkt verbirgt – eine Zusammenfassung der beiden Einstellmöglichkeiten wie oben beschrieben. Über die Aktionen Sonderpreise bzw. Sonderrabatte (die Namen sind wiederum Inkonsistenzen, die aus früheren Versionen übriggeblieben sind) können Sie auch von hier aus Verkaufspreise und Verkaufsrabatte in den früher beschriebenen Tabellen bearbeiten.

Einkaufspreise

Auch für den Punkt Einkaufspreise gilt das oben Gesagte analog. Sie finden hier eine Tabelle, wo Sie für den betreffenden Artikel (aber natürlich auch für andere, wenn Sie den Filter löschen) Einkaufspreise für beliebig viele Lieferanten eintragen können. Interessant dabei ist, dass ein hier eingetragener Lieferant nicht automatisch in der Liste der Standardlieferanten (siehe weiter unten) aufscheint.

Bitte beachten Sie: Im Standard ist das Währungsfeld nicht eingeblendet, wollen Sie also Einkaufspreise in Fremdwährung erfassen, so müssen Sie über den Punkt “Personalisieren” das Feld für die Währung hinzufügen.

Einkaufsrabatte

Analog zu oben bzw. so wie auch bei den Verkaufspreisen, haben Sie hier die Möglichkeit, Einkaufsrabatte pro Lieferanten zu erfassen.
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Übersicht über Einkaufspreise und Rabatte

Auch hier sehen Sie wiederum eine Zusammenfassung von Einkaufspreisen und Einkaufsrabatten für diesen Artikel. Allerdings können Sie von hier aus keine Änderungen vornehmen, Sie müssen diese Maske schließen und entsprechend die Aktionen für Einkaufspreise oder Einkaufsrabatte öffnen.
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Genehmigungsanforderung senden

Wenn für die Artikelanlage oder -änderung ein Workflow erstellt und aktiviert wurde, so können Sie über diese Aktion die Genehmigungsanforderung senden. Dem Erstellen von Workflows widme ich einen eigenen Beitrag.
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Genehmigungsanforderung stornieren

Hier können Sie eine bereits versendete aber noch nicht genehmigte Anforderung wieder stornieren.
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Workflow erstellen

Hier geht es nicht um die Workflows, wie sie in Business Central integriert sind, sondern um externe, so genannte Power Automate Vorlagen, die Ihnen Microsoft gerne verkaufen würde. Bitte prüfen Sie, ob dieses Angebot für Sie interessant ist, ich habe mich hier nicht weiter darum gekümmert und es auch nicht getestet.
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Meine Workflows anzeigen

Ich gehe davon aus, dass hier die von Ihnen gekauften/eingesetzten Workflows angezeigt werden. Es sind jedenfalls nicht jene, die Sie innerhalb von Business Central konfigurieren können.
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Genehmigungen

Über diesen Punkt können Sie den aktuellen Status der Genehmigungen zu diesem Artikel sehen (die so genannten Genehmigungsposten). Dies ist hilfreich, wenn man feststellen will, wer genehmigen soll und ob die Genehmigung z. B. bereits überfällig ist.
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Varianten

Varianten dienen dazu, um innerhalb einer Artikelnummer leicht unterschiedliche Versionen/Instanzen darzustellen. Die einfachsten Beispiele finden sich im Textilhandel, wo beispielsweise eine Jacke mit der Artikelnummer 4711 in 5 Größen und drei Farben verfügbar ist. Hier gäbe es nun die Möglichkeit, insgesamt 15 unterschiedliche Artikel anzulegen oder eine Artikelnummer und 15 Varianten dazu.

Allerdings rate ich, Varianten in Business Central nicht zu verwenden, es sei denn, Sie benutzen ein AddOn, das die im Standard existenten Probleme löst.

Die größten Versäumnisse in Bezug auf Varianten sind m. M. nach folgende:

  • Man kann nirgendwo vorgeben, ob ein Artikel Varianten verwenden muss. Dies führt dazu, dass unweigerlich ohne Variante bestellt oder verkauft wird und somit die Lagerbestände inkonsistent werden.
  • Es existiert kein Variantengenerator, das heißt selbst bei 10 Farben und 7 Größen und 4 Qualitäten müssen alle möglichen 280 Kombinationen mit der Hand erstellt werden.
  • Es existiert nur ein Codefeld um den Variantencode aufzunehmen, ganz egal aus wie vielen Bestandteilen sich eine Variante zusammensetzt. In einer etwas komplexeren Struktur kann es daher vorkommen, dass der Variantencode zu aussieht: AF32DEFXL
  • Lagerhaltungsdaten können mit Varianten erstellt werden, aber man kann weder in einem Auftrag noch in einer Bestellung eine sogenannte SKU (Lagerhaltungseinheit) verwenden, sondern immer nur den Artikel selbst, wahlweise eben mit Variante.
  • Die Auswertungs- und Darstellungsmöglichkeiten für Varianten sind sehr eingeschränkt und für den täglichen Gebrauch eigentlich nicht verwendbar.

Der Vollständigkeit halber hier eine Darstellung wie Varianten in der einfachsten Form angelegt werden:

Artikel Varianten

Artikelbarcodes

Artikelbarcodes (Identifier auf Englisch) sind quasi Artikelnummern innerhalb einer Artikelnummer, in erster Linie für die interne Lagerverwaltung gedacht. Das, was im Punkt oben als Manko erwähnt wurde, wird hier teilweise behoben – Sie können für jede Kombination aus Artikelnummer, Variante und sogar Einheit einen eigenen Code vergeben, den Sie dann auch als Barcode für Scanner z. B. im Lager verwenden können. Leider kann dieser Code an keiner wichtigen Stelle verwendet werden.

Alternativ dazu, gibt es noch die sogenannten Referenzen (Cross References), diese haben eine ähnliche Funktion in Bezug auf Kunden oder Lieferanten (z. B. “Lieferantenartikelnummern”). Allerdings gibt es auch dort einen Barcode, der im Englischen ebenfalls Barcode heißt.

Lagerhaltungsdaten erstellen

Dem Thema Lagerhaltungsdaten (und meiner Freude mit diesem Begriff) habe ich mich bereits ausführlich hier gewidmet. Aus diesem Menüpunkt (dieser Aktion) können Sie Lagerhaltungsdaten erstellen wie beschrieben, es ist lediglich die Einschränkung auf die aktuelle Artikelnummer über einen Filter vorgegeben.
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Inventurhäufigkeit berechnen

In Inventurauftrag gibt es eine Aktion mit dem gleichen Namen über die Auftragszeilen in den Inventurauftrag einfügt werden können, wenn das Tagesdatum zu dem die Funktion ausgeführt wird, in das errechnete Inventurintervall im Artikelstamm fällt. Über die Funktion hier wird genau dieses Intervall in den Artikelstamm geschrieben. Dazu muss allerdings auch ein Inventurintervall im Artikelstamm festgelegt werden. Ich gehe davon aus, dass diese Funktion nur manuell ausgeübt werden kann (was jetzt bei tausenden von Artikeln nicht sehr sinnvoll wäre) oder durch eine geplante Aufgabe (Aufgabenwarteschlangenposten…) ersetzt werden kann. Ich werde mir das allerdings erst mit einem konkreten Anlass genauer ansehen.
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Vorlagen

Auch den Thema Vorlagen habe ich mich in einem eigenen Artikel schon sehr ausführlich gewidmet, in dieser Aktion können Sie lediglich Vorlagen ansehen bzw. bearbeiten. Hier handelt es sich jedoch um die “echten” Vorlagen, also jene, die Sie auch über den Punkt “Konfigurationsvorlagen” erstellen und bearbeiten würden. Sie können das einfach feststellen, indem Sie rechts auf das Filtersymbol klicken- Im dann links aufgehenden Filter sehen Sie, dass die Liste auf die Tabellennummer 27 (Item = Artikel) gefiltert ist.
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Artikel kopieren

Dies ist eine sehr hilfreiche Funktion, da Sie über einen Mausklick den Artikel mit fast allen seinen Bestandteilen kopieren können. In der aufgehenden Maske oder Karte können Sie definieren, welche Bestandteile des aktuellen Artikel Sie in den neuen Artikel übernehmen wollen. Nach erfolgtem Kopiervorgang haben Sie die Möglichkeit über die blaue Benachrichtigungszeile oben am Bildschirm, den neuen Artikel anzusehen und gegebenenfalls zu editieren.

Vorlage anwenden

Über diese Aktion können Sie eine Vorlage auf einen existenten Artikel anwenden. Allerdings denke ich, dass es dafür eine sehr spezielle Anforderung geben muss, da ein planloses Überschreiben von bestehenden Artikeln nicht wirklich sinnvoll wäre. Ein denkbares Szenario wäre z. B., dass jemand einen Artikel nur mit Nummer und Name anlegt und dann jemand anderer über Vorlagen die richtigen Informationen hinzufügt.
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Als Vorlage speichern

Ähnlich wie bei der Funktion “Artikel kopieren” können Sie hier die in einer Artikelkarte gemachten Angaben als Vorlage speichern. Auch diese Funktion würde ich nur einem kleinen Benutzerkreis verfügbar machen, da eine Neuanlage von Vorlagen im laufenden Betrieb eher selten vorkommen wird. Für Benutzer, die mit Wartungsaufgaben betraut sind, kann dies natürlich eine Erleichterung sein.
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Bestellarbeitsblatt

Auch zu diesem Punkt gibt es bereits eine ausführliche Erklärung hier. Allerdings bin ich auch hier der Meinung, dass die Bearbeitung eines Bestellarbeitsblattes nicht aus einer Artikelkarte heraus ausgelöst werden sollte und rate daher dazu, diese auszublenden. Verständlich wäre ein Bestellvorschlag für diesen einen Artikel, eine solch einfache Funktion gibt es aber leider nicht.
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Genehmigungsworkflow erstellen

Mit dieser Aktion können Sie einen Genehmigungsworkflow für diesen Artikel erstellen. Das erfolgt in der Form eines Wizards oder eines Assistenten der im Grunde nur zwei Fragen stellt: Wer darf oder soll genehmigen und soll die Genehmigungsanforderung manuell oder durch eine Änderung des Verkaufspreises ausgelöst werden? Da jedoch der Verkaufspreis im Artikelstamm kaum verwendet wird, bleibt nur mehr das manuelle und freiwillige Auslösen einer Genehmigungsanforderung, die dann erfahrungsgemäß kaum verwendet wird.

Wurde eine Genehmigungsanforderung erstellt aber noch nicht genehmigt, dann kann der betreffende Artikel nicht ver- oder eingekauft werden. Soweit mir bekannt ist, gibt es jedoch in der Artikelkarte selbst keinen Hinweis darauf, dass noch eine Genehmigung ausständig wäre. Dazu muss man die Aktion “Genehmigungen” in der Aktionsleiste öffnen.
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Genehmigungsworkflow verwalten

Über diesen Punkt aber auch über den allgemeinen Menüpunkt “Workflows” können Sie den zuvor erstellten Workflow im Detail bearbeiten. Zu den einzelnen Schritten und den Möglichkeiten dahinter folgt ein eigener Beitrag, der ganz allgemein dem Thema Workflows gewidmet ist.
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Umsatzplanung aktualisieren

Diese Aktion hat keine sichtbare Anzeige am Bildschirm, Sie sehen jedoch das Ergebnis rechts unten in den Infoboxen unter Planung. Die von Microsoft veröffentlichte Dokumentation dazu ist äußerst lückenhaft und sagt eigentlich nur, dass ein über Azure bereitgestelltes KI-Tool eine Voraussage zum Umsatz treffen kann, basierend auf vergangenen Verkäufen. Sobald hier mehr Information verfügbar ist, werde ich dieses Thema nochmals betrachten.
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Posten

Hinter dem Wort Posten verbergen sich die sogenannten Artikelposten, also eine Auflistung aller Bewegungen des aktuellen Artikels. Auf dieser Liste sehen Sie (im Standard) nicht nur Buchungsdatum, Posten- und Belegart sondern auch Lagerort, Beleg- und Artikel- sowie die laufende Nummer des Postens. Dazu gibt es noch drei Mengen (siehe unten), einen Verkaufs- und Einstandsbetrag sowie die von Ihnen definierten Dimensionen, Zu- und Abschläge und die Auftragsart.

Artikel Artikelposten

Bitte unbedingt beachten: Die Mengen in den Artikelposten sind immer aktuell, die Werte sind es nur dann, wenn die so genannte Lagerregulierung durchgeführt wurde. Bei dieser werden wertmäßige Änderungen und Nachträge in die Artikel-Wertposten geschrieben und dann auf die jeweilige Artikelbewegung kumuliert.

Vielleicht noch zwei Sätze zu den angesprochenen Mengen in den Artikelposten da diese immer wieder für Verwirrung sorgen. Unter Menge wird bei den Artikelposten die gelieferte Menge verstanden. Die fakturierte Menge ist genau das was sie sagt – also die Menge dieser Lieferung, die bereits fakturiert wurde. Beachten Sie hier nur, dass bei Zu- und Abbuchungen über jedwede Art von Artikel-Buchungsblättern die fakturierte Menge immer automatisch gesetzt wird, da hier keine Rechnung erwartet wird. Die Restmenge wiederum bedeutet, wie viele Einheiten dieses Artikels aus dieser Lieferung noch auf Lager sind.
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Inventurposten

Inventurposten sind eine Untermenge der Artikelposten und zeigen nur die gebuchten Inventurzeilen an. Der fundamentale Unterschied zu den Artikelposten besteht darin, dass Inventurposten aus Dokumentationsgründen auch jene Zeilen anzeigen, wo es keine Korrektur gab, wo also die gezählte Menge gleich der berechneten Menge war. Über die Spalte “Letzte Artikelposten laufende Nummer” wird der Bezug zum Artikelposten hergestellt. Inventurposten entstehen sowohl über Inventuraufträge als auch über Inventur-Buchungsblätter im gleichen Format.

Artikel Inventurposten
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Reservierungsposten

Über diese Aktion können alle dem aktuellen Artikel zugeordneten Reservierungsposten angezeigt werden. Aus technischen Gründen sind die Mengen immer zweifach angezeigt, das heißt Sie sehen zu einer Reservierung immer zwei Reservierungsposten, einmal mit der Menge im Plus und einmal mit Minus.

Wenn Sie eine Zeile markieren, dann sehen Sie ganz links oben in der Maske worauf sich diese Zeile bezieht – auf z. B. den Verkauf (-) oder den Artikelposten / Bestellung (+)

Reservierungsposten werden manuell oder aber automatisch erstellt, wenn dies im Artikelstamm hinterlegt ist und der Artikel in einer Transaktion verwendet wird (egal ob Einkauf, Verkauf oder Produktion). Mehr zu Reservierungen finden Sie zum Beispiel hier, auf der Verkaufsseite sieht es genau gleich aus.

In der hier angezeigten Liste können Sie zwei Dinge tun, einerseits die reservierte Menge reduzieren (aber nicht erhöhen) oder eine Reservierung komplett stornieren. Dabei ist es egal welche der beiden zusammengehörigen Zeilen Sie bearbeiten, es werden immer beide Zeilen entsprechend angepasst oder gelöscht. Zusätzlich haben Sie noch die Möglichkeit, bei einem Klick auf die Belegnummer im Reservierungsposten die zugehörige Belegzeile anzuzeigen und mit einem weiteren Klick auch den dahinterliegenden Beleg zu öffnen.

Bitte beachten Sie, dass eine willkürliche Änderung von Reservierungsposten an dieser Stelle vermutlich wenig Sinn macht. Es wäre hier besser, wie oben beschrieben in den Beleg zu gehen und dort auf der betreffenden Zeile die Reservierung zu korrigieren. Nur so sehen Sie den Zusammenhang zwischen Beleg und Reservierungsposten.

Artikel Reservierungsposten
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Wertposten

Bei einem Klick auf diese Aktion sehen Sie sämtliche Wertposten dieses Artikels. Wie bereits erwähnt, sind Wertposten nicht nur die Bewegungen des Artikels, sondern auch alle wertändernden Vorkommnisse. Wertposten stellen den höchsten Detaillierungsgrad in der Lagerwirtschaft dar, wenn hier eine Bewegung, egal ob mengen- oder wertmäßig, nicht verzeichnet ist, dann gibt es sie nicht.

Über die Stapelverarbeitung “Lagerreg. fakt. Einst. Preise” (auf Englisch “Adjust Cost – Item Entries”) werden hier zusätzliche Einträge erzeugt (z. B. Lieferkosten, die erst im Zuge einer Eingangsrechnung ersichtlich sind) und dann in einem zweiten Schritt auf den Artikelposten kumuliert. Den Zusammenhang sehen Sie in der Spalte “Artikelposten lfd. Nr”.

Sie können davon ausgehen, dass die Wertposten und die resultierenden Artikelposten richtig sind, da es sich dabei um eine Kernfunktion innerhalb von Business Central handelt die schon seit Jahrzehnten wirklich sauber funktioniert. Allerdings ist das Nachvollziehen der einzelnen Bewegungen nicht ganz einfach. Wenn Sie das tun möchten, dann empfehle ich, einen einfachen Geschäftsfall her zu nehmen und diesen Schritt für Schritt durchzuführen und in den Wertposten zu verfolgen. Nur so kann die doch recht hohe Komplexität aufgelöst und verständlich dargestellt werden.
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Artikelverfolgungsposten

Hier sehen Sie eine Liste der so genannten Artikelverfolgungsposten für den aktuellen Artikel. Diese sind nur dann vorhanden, wenn die Artikelkarte im Register Artikelverfolgung im Feld Artikelverfolgungscode einen Eintrag hat oder einmal gehabt hat und es mit dieser Einstellung Transaktionen gab. Genau diese Transaktionen sind mit der zugehörigen Serien- oder Chargennummer hier verzeichnet. Wie auch sonst findet sich der Zusammenhang zum Artikelposten über die laufende Nummer (im Standard ganz rechts). Über das Markieren einer Zeile und die Aktionen “Posten / Posten suchen” in der Aktionsleiste finden Sie die zugehörigen Posten zu dieser Transaktion und können darüber auch den zugehörigen Beleg öffnen. Dies ist vielleicht ein bisschen umständlich aber zieht sich ziemlich konsistent durch das ganze System.

Lagerplatzposten

Wenn für den betreffenden Artikel Lagerplätze verwendet werden oder wurden, dann sehen Sie hier die Posten, die sich auf Zu- und Abgänge auf diesen Lagerplätzen beziehen. Mehr zu diesem Thema, wenn wir uns mit der erweiterten Logistik und mit der gesteuerten Einlagerung & Komissionierung beschäftigen.
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Ausgleichsarbeitsblatt

Mit dieser Aktion öffnen Sie das sogenannte Ausgleichsarbeitsblatt, das Ihnen die Möglichkeit gibt, die Zuordnung von Mengen und Kosten zwischen eingehenden und ausgehenden Transaktionen zu ändern.

Der gewöhnliche Benutzer sollte darauf keinesfalls Zugriff haben!!

Gewöhnlicherweise werden die Ausgleiche (applications auf Englisch – es wird ein Abgang auf einen Zugang angewendet…) automatisch erstellt, das heißt außer bei LIFO (last in first out) werden bei allen anderen Lagerberwertungsmethoden Abgänge automatisch dem ältesten Zugang zugeordnet. Wurden noch nicht alle Zugänge einer z. B. Lieferung durch Abgänge verbraucht, dann ist dieser Artikelposten als offen markiert und hat eine Restmenge.

In Einzelfällen ist es jedoch möglich, diese Zuordnung mit der Hand herzustellen. Sie finden die entsprechenden Felder in den Zeilen von Einkaufs- und Verkaufsbelegen (sofern eingeblendet) unter dem Namen “Ausgleich mit Artikelposten”. Sollte eine manuelle oder automatische Zuordnung von Mengen und Kosten falsch gelaufen sein, so können Sie dies über das Ausgleichsarbeitsblatt korrigieren.

Ein einfaches Beispiel soll das veranschaulichen: Sie erhalten eine Lieferung zum Preis von 100 und verkaufen die eingegangene Menge sofort wieder zum Preis von 200. Die Einkaufstransaktion ist somit ausgeglichen und ihr Gewinn (von dem beispielsweise die Provision des Verkaufs berechnet wird) beträgt 100. Im Nachhinein wird jedoch ein alter Lagerbestand, der bereits abgeschrieben wurde, gefunden und über eine Lagerkorrektur mit früherem Datum eingebucht. Die Kosten hier betragen jedoch nicht 100, sondern lediglich 50. Da der Verkauf nun darauf besteht, die Provision vom Gewinn von 150 zu bekommen, können Sie den Ausgleich zwischen Ein- und Verkauf auflösen und dem Verkauf statt der Eingangslieferung die Lagerkorrektur zu den geringeren Kosten zuweisen. Ihr Wareneinsatz hat sich demzufolge um 50 verringert und der Warenbestand um 50 erhöht.

Grundsätzlich verhindert Business Central zwar (un)absichtliche Beschädigungen, weil zumindest die Summengleichheit geprüft wird, eine Verschiebung von Kosten zu Bestand bzw. von/zu Gewinn kann damit jedoch nicht verhindert werden. Also bitte Finger weg, wenn Sie nicht sehr genau wissen, was Sie tun. In einem späteren Beitrag werde ich erklären, wie eine solche Änderung der Zuordnung (des Ausgleichs) konkret funktioniert.

Artikel Ausgleichsarbeitsblatt
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Artikeldaten exportieren

Über diese Funktion können Sie die Daten des aktuellen Artikels in eine Textdatei exportieren. Es werden jedoch nicht nur die Daten des Artikels, sondern auch sämtliche Optionen (also die Daten der verbundenen Tabellen) sowie die Posten exportiert. Mir fällt dazu im Augenblick keine konkrete Anwendung ein, da diese Daten normalerweise über ein Konfigurationspaket exportiert werden würden, aber ich gehe davon aus, dass sich jemand etwas dabei gedacht hat.
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Dimensionen

Über diesen Punkt legen Sie fest, welche Dimensionen bzw. Dimensionswerte als Standard in Belegzeilen für diesen Artikel übernommen werden sollen. Ein Anwendungsfall wäre z. B. die Dimension Kostenträger (so Sie eine solche verwenden), da Sie darüber eine Gruppierung der Kosten für Auswertungen erreichen wollen. Die hier definierten Dimensionen werden in Belegzeilen übernommen, können dort aber jederzeit verändert werden, wenn dies die Einstellung wie unten gezeigt, zulässt.

Referenzen

Unter diesem Punkt haben Sie die Möglichkeit, für Kunden oder Lieferanten abweichende Artikelnummern und Artikeltexte zu definieren. Dabei können Sie zusätzlich auch noch nach Variante und Einheit unterscheiden. In der Praxis bedeutet das, dass Kunde / Lieferant, die Variante und die Einheit übereinstimmen müssen, damit die Kunden- / Lieferanten-Artikelnummer bzw. der geänderte Text in Belegen verwendet werden. Die Artikelnummer ist nicht sofort sichtbar, sondern erscheint nur in der gedruckten Version.

Interessanterweise gibt es auch hier, zusätzlich zur Referenzart Debitor oder Kreditor, einen “Barcode” der auch im Englischen Barcode heißt (siehe hier). Wenn Sie hier einen Eintrag machen, dann wird dieser allerdings nicht in der weiter oben besprochenen Tabelle Barcode (Identifier auf Englisch) sichtbar (auch nicht umgekehrt). Die Bedeutung bzw. Verwendung ist mir aktuell unklar, das Feld gibt es am Beleg nicht.

Artikel Referenzen

Einheiten

Hier definieren Sie die für diesen Artikel verwendbaren Einheiten und deren Umrechnungsfaktoren (die Einheiten müssen zuvor angelegt sein). Im Beispiel unten ist beispielsweise Stück als Basiseinheit definiert, eine Schachtel besteht aus zwölf Stück, eine Palette aus 240 Stück. Analog dazu wird auch das Gewicht automatisch multipliziert (wenn es auf der Karte hinterlegt ist) wobei Sie diese Zahlen selbstverständlich anpassen können. Das Volumen ergibt sich automatisch aus der Multiplikation von Höhe, Breite und Länge, kann aber auch unabhängig davon eingetragen werden. Was hier genauso fehlt wie überall, ist die Maßeinheit für Maße, Volumen und Gewicht.

Textbausteine

Über diese Aktion können Sie eine beliebige Anzahl von Textbausteinen definieren, die dann später automatisch oder manuell in Belege eingefügt werden können. Neben dem Namen für den Textbaustein können Sie festlegen, für welche Sprache er gelten soll, für welchen Zeitraum und für welche Belege im Ein- oder Verkauf er verwendet werden darf. Der Text selbst muss in einzelne Zeilen aufgeteilt werden, wobei jede dieser Zeilen 100 Zeichen lang sein darf.

Bitte beachten Sie: wenn Sie mehrere Textbausteine angelegt haben, die zugleich gültig sind (wo es also keine oder gleichartige Einschränkungen nach Datum, Sprache oder Belegtyp gibt), dann werden sowohl beim manuellen Einfügen als auch beim automatischen alle gültigen Textbausteine hintereinander eingefügt.

Übersetzungen

Hier können Sie beliebig viele Übersetzungen für die Artikelbeschreibung hinterlegen. Im Standard ist nur die Beschreibung 1 eingeblendet, Sie können jedoch über den Punkt “Personalisieren” auch die Variante und die Beschreibung 2 zusätzlich einblenden und somit übersetzen. Beachten Sie jedoch, dass die Sprache “Leer” ebenfalls eine Sprache ist und dem Text in der Artikelkarte bzw. der Standardsprache Ihrer Implementation entspricht.

Ersatzartikel

Über diese Aktion können Sie eine beliebige Anzahl von Ersatzartikeln für den aktuellen Artikel definieren. Dabei können Sie auch eine Unterteilung in Varianten berücksichtigen, wenn dies notwendig ist. Zusätzlich können Sie pro Zeile eine oder mehrere sogenannte “Bedingungen” hinterlegen, dies sind allerdings keine echten Bedingungen, sondern lediglich Informationstexte, die man bei einem Ersatz lesen kann, aber nicht muss.

Wenn in einem Verkaufs- oder Produktionsbeleg am Bildschirm oben die blaue Meldung auftaucht, dass der Artikel nicht auf Lager ist, so können Sie dort auf “Details anzeigen” klicken und Sie bekommen eine Maske wie unten angezeigt präsentiert. Dort sehen Sie dann auch ob ein Ersatzartikel verfügbar ist, und können diesen über zwei Klicks auswählen. Alternativ können Sie in einer Auftragszeile auch in der Aktionsleiste (Verknüpfte Informationen / Ersatzartikel) einen Ersatzartikel auswählen, sofern dieser vorhanden ist. Auch hier können Sie die “Bedingung” lesen, müssen das aber nicht tun.

Wenn diese Funktionalität in einem Unternehmen benötigt wird, so sehe ich hier viel Raum für Verbesserungen. Dies gilt natürlich auch für verkaufsfördernde Maßnahmen wie z. B. Up- oder Cross-Selling Aktivitäten, die eigentlich automatisch ausgelöst werden sollten, wenn bestimmte Bedingungen zutreffen.

Artikel Ersatzartikel

Artikel nach Lagerort

In der Übersicht in dieser Aktion sehen Sie eine Liste aller Artikel auf der y -Achse und die verfügbaren Lagerorte auf der x-Achse. Bei den Lagerorten können Sie im Menü definieren, ob Sie die Namen oder den Code sehen wollen und ob Transitlager (aus denen Sie ja nichts nehmen können) auch angezeigt werden sollen. Ich halte diese Liste für nicht sonderlich hilfreich, speziell weil der Fokus meist nicht auf dem aktuellen Artikel steht. Zudem sind die einzig wirklichen Aktionen, die man von hier durchführen kann, ohnehin als separate Menüpunkte gleich im Anschluss angeführt (im Standard!).

Ereignis

Über diesen Punkt können Sie feststellen, wie sich die tatsächliche und voraussichtliche verfügbare Menge eines Artikels in Abhängigkeit von Angebots- und Nachfrageereignissen entwickeln wird. Neben der reinen Betrachtung haben Sie hier auch noch die Möglichkeit, Planungsparameter zu verändern, diese Möglichkeiten werden wir allerdings im Zuge der Artikelplanung noch näher betrachten.

Periode

Auch hier sehen Sie wieder eine Artikelverfügbarkeit, diesmal allerdings nach einer (änderbaren) Periode geordnet. Hier wäre es vielleicht noch hilfreich, wenn die Periode eingegrenzt wäre (also z. B. +/- 6 Perioden wie definiert) und nicht alles von Christi Geburt bis zur Landung der Klingonen aufgelistet wäre.

Variante

Unter diesem Punkt sehen Sie das etwas Ähnliches wie oben, also eine Verfügbarkeit nach einer wählbaren Periode, diesmal allerdings noch zusätzlich nach Varianten unterteilt. Besitzt der aktuelle Artikel keine Varianten dann sehen Sie hier leider gar nichts.
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Lagerort

Wenn es um einen Überblick zu Verfügbarkeiten geht, dann ist wohl jene nach Lagerort die am häufigsten verwendete. Sie sehen hier für den aktuellen Artikel nicht nur den Bedarf, sondern auch den geplanten sowie den voraussichtlichen Zugang, den aktuellen Lagerbestand und die sich aus allen Zahlen ergebende Verfügbarkeit. Und dann gibt es in der letzten Spalte auch noch so etwas wie ein Szenario, das heißt hier werden die Mengen gezeigt, die sich ergeben würden, wenn beispielsweise Bestellvorschläge in Bestellungen umgewandelt werden.

Stücklistenebene

Zeigt die Verfügbarkeiten für Stücklistenartikel, die angeben, wie viele Einheiten eines übergeordneten Artikels Sie auf Basis der Verfügbarkeit von untergeordneten Artikeln erstellen können. Mehr dazu dann bei den Stücklisten.
(nach oben)

Einheit

Diese Liste ist der Verfügbarkeit nach Lagerort sehr ähnlich, der Unterschied besteht darin, dass hier statt Lagerorten Einheiten aufgelistet werden. Wenn Sie also den betreffenden Artikel in mehreren Einheiten auf Lager führen, dann sehen Sie hier, wie viele Paletten oder wie viele Stück, Schachteln etc. Sie verfügbar haben.

Statistik

Über diese Aktion rufen Sie ein Konfigurationsblatt zur Erstellung einer Statistik für diesen Artikel auf. Füllen Sie die entsprechenden Parameter aus und klicken Sie anschließend in der Aktionsleiste auf “Matrix anzeigen”.
Leider bekomme ich bei meinen Testdaten hier nur sehr wenig sinnvolle Information, Sie müssten also die Nützlichkeit dieses Punktes an konkreten Daten ausprobieren. Die hier angezeigten Felder und Auswahlmöglichkeiten sind selbsterklärend.

Artikel Statistik

Buchungsstatistik

Hier sehen Sie in einer Art Schnellüberblick die letzten gebuchten Bewegungen zu diesem Artikel und eine kleine Vorschau auf die nächsten geplanten Bewegungen. Ob diese im Standard nicht veränderbare Übersicht für Sie hilfreich ist, müssen Sie durch Ausprobieren feststellen.

Umsatz

Mit dieser Aktion können Sie eine Liste der Umsätze für diesen Artikel aufrufen, wobei Sie in der aufgehenden Maske die angezeigten Perioden selbst bestimmen können. Sie können auch definieren, ob Sie die Bewegungen oder den Saldo sehen wollen. Das Schöne dabei ist, dass Sie mit einem Klick auf eine der Zahlen auch die Details dazu angezeigt bekommen. Wäre da nicht wieder die endlos lange Liste, dann wäre das sicher eine meiner Lieblingsauswertungen beim Artikel.

Lieferanten

Hier können Sie einen oder mehrere Lieferanten definieren, bei denen Sie diesen Artikel gewöhnlicherweise bestellen. Sie benötigen diese Information, da sonst in einem Bestellarbeitsblatt kein Lieferant direkt auswählbar ist (Sie können allerdings diese Liste auch in dem Bestellarbeitsblatt bearbeiten). Sie können auch noch eine Lieferantenartikelnummer hinzufügen und die gewöhnliche Beschaffungszeit in der üblichen Notation (also als T, W oder M). Die sofort auftauchende Frage hinsichtlich der Lieferantenartikelnummer ist leicht beantwortet: In dem Moment, wo Sie hier eine solche erfassen, wird auch der entsprechende Eintrag in den Referenzen gemacht (und vice versa).

Vorauszahlungsprozentsätze

Sofern von ihrem Lieferanten für bestimmte Artikel eine Vorauszahlung gefordert wird, können Sie diese hier als Prozentsatz festlegen. Mehr zum Thema Vorauszahlungen, sowohl in Bezug auf Kunden als auch auf Lieferanten finden Sie in diesem Beitrag.
(nach oben)

Bestellungen

Mit einem Klick auf diesen Punkt öffnet sich eine Liste von (offenen) Bestellungen, in denen dieser Artikel verwendet wird. Sie sehen dann aber nicht wie üblich den Bestellkopf, sondern tatsächlich die Zeilen für den geöffneten Artikel. Sie können jedoch in der Aktionsleiste in dieser Maske über “Zugehörig / Zeile / Beleg anzeigen” die Bestellung öffnen und, so notwendig, auch bearbeiten. So gesehen sollte diese Aktion besser “Bestellzeilen” heißen.
(nach oben)

Artikel Bestellungen
(nach oben)

Reklamationen

Hier gilt das oben Gesagte analog, nur eben für Reklamationszeilen.
(nach oben)

Vorauszahlungsprozentsätze

Für die Vorauszahlungsprozentsätze im Verkauf gilt im Prinzip das gleiche wie weiter oben für den Einkauf gesagt. Der einzige Unterschied besteht darin, dass sie hier festlegen können, ob der Vorauszahlungsprozentsatz nur für einen bestimmten Debitor, für alle Debitoren oder für eine so genannte Debitorenpreisgruppe gelten soll. Entsprechend müssen Sie natürlich in der zweiten Spalte entweder den Debitor oder die Preisgruppe auswählen.

Aufträge

Auch hier spiegelt sich das beim Einkauf Gesagte – sie sehen hier alle offenen Auftragszeilen, die diesen Artikel betreffen, über die Aktionsleiste können Sie dann den dahinterliegenden Beleg ansehen oder bearbeiten.
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Reklamationen

Auch hier gilt das Gleiche wie oben unter Einkauf.
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Struktur

Über diesen Punkt wird angezeigt, welche untergeordneten Artikel in der Montage- oder Fertigungsstückliste eines Artikels verwendet werden. Jede Ebene kann ausgeklappt werden, um eine detaillierte Darstellung zu erhalten.

Kostenanteile

Hier sieht man, wie die Kosten der zugrundeliegenden Artikel in der Stückliste zu den übergeordneten Artikeln berechnet werden. Diese Informationen sind analog zur Struktur unterteilt, um darzustellen, welche Kosten auf den jeweiligen Ebenen entstehen. Wie auch in der Struktur kann jede Ebene ausgeklappt werden, um eine detaillierte Darstellung zu erhalten. Über die Aktioen “Stückliste – Kostenanteilsverteilung” kann auch eine ansprechende Grafik dazu gedruckt werden.

Montagestückliste

Hier werden die existenten Bestandteile der Montagestückliste angezeigt und können von Ihnen bearbeitet werden. Wenn Sie eine neue Montagestückliste erstellen wollen, dann ist dies die Funktion dafür. Eine etwas genauere Betrachtung finden Sie hier, der Produktionsaspekt kommt in einer eigenen Artikelserie eher am Schluss

Verwendung

Wenn der aktuelle Artikel in einer oder mehreren Stücklisten verwendet wird, dann wird das hier angezeigt. Ich gehe davon aus (kann es aber nicht sicher sagen), dass es in diesem Fall egal ist, ob der Artikel in einer Montage- oder in einer Fertigungsstückliste verwendet wird. Diese Darstellung kann von ihnen nicht bearbeitet werden.

Stückl. Einstandspreis ber.

Über diese Funktion wird der Einstandspreis des Artikels über die Berechnung des Einstandspreises jeder Komponente und Ressource in der Montage- oder Fertigungsstückliste ermittelt. Der Einstandspreis eines übergeordneten Artikels muss immer gleich der Summe des Gesamtpreises der Komponenten, Halbfabrikate und Ressourcen sein. Der ermittelte Einstandspreis wird dann in das Feld Einstandspreis und Einstandspreis (fest) geschrieben. Bitte beachten Sie, dass bei dieser Aktion lediglich die unten gezeigte Meldung angezeigt wird und ansonsten sichtbar nichts passiert.

Ber. VK-Preis

Ähnlich wie im Punkt oben wird hier der Verkaufspreis berechnet und in das entsprechende Feld in der Artikelkarte übertragen. Aus meiner Sicht ist das jedoch eher theoretischer Natur, weil der Preis in der Artikelkarte eigentlich nicht verwendet wird, sondern nahezu immer auf die Preislisten Bezug genommen wird.

Lagerplatzinhalt

Wenn der Artikel auf Lagerplätzen gelagert wird, dann sehen Sie hier die Verteilung des Artikels auf die einzelnen Lagerplätze. Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn die “gesteuerte Einlagerung und Kommissionierung” auf einem Lager aktiviert ist. Mit diesem Thema werde ich mich im Zusammenhang mit den erweiterten Logistikfunktionen genauer beschäftigen.
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Lagerhaltungsdaten

Über diese Aktion sehen Sie die Lagerhaltungsdaten (eigentlich Lagerhaltungseinheiten) des betreffenden Artikels. Mehr zu diesem Thema finden Sie in einem eigenen Beitrag hier.

Ressourcenqualifikationen

Über diesen Punkt sehen Sie die Zuweisung von Qualifikationen zu Ressourcen, Artikeln, Serviceartikelgruppen und Serviceartikeln. Sie können Qualifikationscodes (die Sie vorher erstellt haben sollten aber auch hier ad hoc erstellen können) verwenden, um den Serviceartikeln oder Artikeln für deren Wartung spezielle Qualifikationen erforderlich sind, qualifizierte Ressourcen zuzuordnen. Auch mit diesem Thema werde ich mich zu einem späteren Zeitpunkt näher beschäftigen.
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Qualifizierte Ressourcen

In direkter Fortsetzung des Punktes von oben sehen Sie hier (sofern vorhanden) jene Ressourcen, die über die Qualifikationen verfügen, um diesen Artikel zu bearbeiten oder zu warten.
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Weiterführende Links zu diesem Thema:

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